Stiftung
| Stiftung Grand-Duc Adolphe, Duc de Nassau (Wieder-)Geburt einer Stiftung Warum (Wieder-)Geburt ? Wozu eine Stiftung ? Welchem Zweck wird das Geld dienen ? So wie es kein Licht ohne Quelle gibt, so gibt es keinen Glauben ohne Kultur, was hier natürlich nicht mit "kultiviert" gleichzusetzen ist. Kultur bedeutet hier, eine Art zu sein und zu denken. Das Kulturelle betrifft auch die Musik, die Kunst, die Tradition und das Zusammenleben. Auf diesem Gebiet hat der Protestantismus - wie jede andere Religion oder Konfession - Generationen geprägt. An der Kirche ist es, klar das Evangelium Jesu Christi zu verkünden, an der Stiftung, das kulturelle Erbe zu pflegen. Das zukünftige Gemeindezentrum in Clausen wird als zusätzlicher Rahmen zur Dreifaltigkeitskirche dienen. So werden die Dinge auch klarer für Sie sein. Unsere Kirche wird weiterhin Ihre Spenden für Jugendarbeit, Diakonie sowie Weitergabe an verschiedene Hilfswerke sammeln. Die Stiftung dagegen wird Konzerte, Ausstellungen, Vorträge, Treffen, die laufenden Ausgaben des Gemeindezentrums, die Aufwertung des Besitztums und andere Projekte finanzieren. Mögliche Projekte ? Ich mache auf zwei mögliche Projekte aufmerksam, an die schon andere vor mir gedacht haben: Einerseits die Anschaffung von vier Kirchenfenstern als Ersatz für die vorhandenen im Kirchenschiff, die schlecht schließen und Wind und Regen durchlassen. Diese Fenster - natürlich mit biblischen Themen - wären unbestreitbar eine Attraktion für Besucher und würden zur Meditation anregen. Damit würde die Stiftung das Werk Großherzog Adolphs fortsetzen, der die Fenster im Altarraum gestiftet hat. Und warum nicht über ein zukünftiges Altenheim nachdenken, offen für alle, ohne Ansehen von Konfession oder Religion selbstverständlich, aber mit besonderem Charakter? Was du träumst, kannst du verwirklichen, hat Walt Disney gesagt... Möge Gott die Arbeit der "Fondation Grand-Duc Adolphe, Duc de Nassau" segnen. Möge er denen, die dafür die Verantwortung übernehmen, den Willen zur Initiative und unternehmerischen Mut geben. Herzlichen Dank an Maître Jérôme Guillot, Advokat, Mitglied der französischsprachigen Gemeinde unserer Kirche, der uns in dieser Angelegenheit unterstützt und beraten hat.
Funktion Das Konsistorium bestimmt die Mehrheit der Mitglieder des Verwaltungsrats, deren Mandat jeweils auf sechs Jahre begrenzt ist. Mitglieder sind M. Faullimmel, G. Gebhard, P. Harr, J. Link, K. Loetsch, S. Neumann und G. Spruit. Der Verwaltungsrat wird nach seiner konstituierenden Sitzung im November 2008 mit den ersten Veranstaltungen an Sie herantreten.
Durch die Anerkennung als gemeinnützige Stiftung kann sie Spenden annehmen, die als Sonderausgaben abzugsfähig sind, wenn der Jahresbetrag aller abzugsfähigen Spenden mindestens € 120, aber höchstens 10% der Nettoeinkünfte beträgt (bis € 500.000) und Spendenquittungen vorgelegt werden. Die Stiftung wird Spendenquittungen nach Absprache ausstellen. Neben Spenden kann die Stiftung unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften auch Schenkungen und Erbschaften annehmen. Eine vom Spender vorgesehene Zweckbindung von Spenden und Schenkungen wird selbstverständlich eingehalten und in der Rechnungslegung ausgewiesen. Die Einnahmen der Stiftung dienen zur Erhöhung des Stiftungskapitals und zur Finanzierung der Aktivitäten der Stiftung. Die Ausgaben der Stiftung erstrecken sich auf die Kosten ihrer Aktivitäten und die Ausstattung und Unterhaltung ihres Veranstaltungsorts. Die Kontonummer der Stiftung bei der BCEE ist N° LU50 0019 2755 1508 6000. Spenden können jetzt auf diesem Konto entgegengenommen werden. Im Namen der Stiftung danke ich Ihnen im Voraus. Stiftung Grand-Duc Adolphe, Großherzog-Wilhelm-Gedächtnisstiftung Als danach neue finanzielle Schwierigkeiten auftauchten, wurde am 12.6.1912 zu Ehren des verstorbenen letzten evangelischen Großherzogs die Großherzog-Wilhelm-Gedächtnisstiftung ins Leben gerufen. Die Anregung dazu kam - durch Vermittlung des Hofmarschalls von Hohenlohe - vom Großherzoglichen Hof selbst. Da die Stiftung unter dem Protektorat I. K. H. der Frau Großherzogin-Mutter stand, wurde sie alljährlich mit einer bestimmten Zuwendung von der großherzoglichen Familie bedacht. Später gesellten sich auch private Spender dazu, und "da fast die ganze Zahl der Protestanten aus Deutschen besteht", gewährte das Deutsche Reich ihr auch einen finanziellen Zuschuss. Die Aufgabe der Stiftung bestand darin, für die Deckung der finanziellen Bedürfnisse der Kirche zu sorgen, wie z.B. Zuschüsse zur Pfarrerpension. Am 31. August 1940 verordnete der Stillhaltekommissar für das Organisationswesen in Luxemburg: "Die Tätigkeit aller Vereine und Organisationen... aller Verbände, Stiftungen und Fonds... ist bis auf weiteres von der Genehmigung des Stillhaltekommissars abhängig." Am 31.12.1940 wurde die Stiftung von den deutschen Besatzern aufgelöst.
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Wer war Großherzog Adolph ?
| Großherzog Adolph, Herzog von Nassau-Weilburg, wurde am 24.7.1814 auf Schloss Biebrich bei Wiesbaden geboren. Am 31.1.1844 heiratete er die russische Großfürstin Elisabeth Michaelowna, die knapp ein Jahr später verstarb. Am 23.4.1851 verheiratete sich Adolph in zweiter Ehe mit Prinzessin Adelheid-Marie von Anhalt-Dessau. Durch den Preußisch-Deutschen Krieg von 1866, bei denen die Nassauer als Mitglied des Deutschen Bundes auf der Seite Österreichs gegen Preußen kämpften und verloren, musste Herzog Adolph seine Heimat verlassen und lebte in Königstein/Taunus, Frankfurt und Wien. Nach dem Tod des holländischen König-Großherzogs Wilhelm III, der 1890 ohne männlichen Erben starb, fiel die Erbfolge für das Großherzogtum Luxemburg aufgrund der Erbklausel in der Luxemburger Verfassung von 1868 an die Dynastie von Nassau-Weilburg. Am 23.11.1890 wurde Herzog Adolph Großherzog von Luxemburg ( Thronbesteigung am 9.12.1890). Als evangelischer Christ sorgte Adolph 1894 mit der Veröffentlichung eines eigenen Statuts für die Evangelische Kirche für die offizielle Anerkennung der Evangelischen Kirche im Großherzogtum Luxembourg. Dies bedeutete zwangsläufig die Trennung von der Evangelischen Kirche von Sachsen-Weimar. Der neue Großherzog ließ auf eigene Kosten die Dreifaltigkeitskirche, bisher eine einfache Garnisonskirche, zur Hofkirche ausbauen, kaufte das Pfarrhaus in Clausen von damaligen Pfarrer Kranichfeld und stellte es der Evangelischen Kirche von Luxemburg zur Nutzung als Pfarrhaus unentgeltlich zur Verfügung. Großherzogin Adelheid-Marie übernahm die Schirmherrschaft über den evangelischen Frauenverein in Luxemburg. Am 17.11.1905 starb Großherzog Adolph auf Schloss Hohenburg. Kammerpräsident Auguste Laval äußerte sich über die geschichtliche Leistung Großherzog Adolphs mit den Worten: "...dass Großherzog Adolph... nichts vernachlässigt hat, dem Land das Glück und die Autonomie im Inneren, die Unabhängigkeit und die Ruhe nach außen hin zu sichern." | ||






