Oktavgottesdienste

madon m kaktus                                                

Die Oktave gehört zum Urgestein luxemburgischer Volksfrömmigkeit. Seit dem 20. Februar 1678, als die Landstände Jesu Mutter, Maria, die Trösterin der Betrübten, zur Landespatronin erklärten, pilgern viele Luxemburger aus allen Teilen des Grossherzogtums sowie die Bewohner des ehemaligen Herzogtums und der Grafschaft Chiny (Grenznahe Gebiete in Belgien, Deutschland und Frankreich) zur seit dem Jahre 1624 bekannten Holzplastik der "Consolatrix Afflictorum" in der Kathedrale von Luxemburg.

Jede Pfarrgemeinde sowie Institutionen des Erzbistums und Schulen nehmen daran teil und haben oft je einen eigenen Gottesdienst. Ein kleiner Jahrmarkt im Stadtzentrum bietet den  zahlreichen Besuchern frittierten Fisch, dessen Verzehr Tradition ist.  

Die Oktave dauert vom 3. bis zum 5. Sonntag nach Ostern und wird mit einer großen Schlussprozession abgeschlossen. In dieser Zeit werden jeden Tag viele Gottesdienste in der Kathedrale gehalten, und die Oktavpredigten stehen alljährlich unter einem neuen Motto.

Der Oktavprediger wird vom Erzbischof bestimmt. Er predigt bei den täglichen Andachten und bei einigen anderen Gottesdiensten.

Neben der Springprozession in Echternach ist die Oktave das herausragende Ereignis im Kirchenjahr der röm.-kath. Kirche in Luxemburg und erreicht einen beträchtlichen Teil der Luxemburger Bevölkerung.