Artoklasia

„Let us break bread together" - eine orthodoxe Vesper in ökumenischer Gemeinschaft


Unter obigem Leitsatz begann am Pfingstsonntag, dem 12. Juni 2011 um 16.30 Uhr, in der Kathedrale in Luxemburg eine orthodoxe Vesper, die nach einer kurzen Prozession zur protestantischen Dreifaltigkeitskirche in der Rue de la Congrégation dort mit dem zweiten Teil der Feier fortgesetzt wurde.

Diesen zweiten Teil bildete die Artoklasia: An vielen Tischen mit vielen Personen (220)  teilten wir gesegnetes Brot, Äpfel und Wasser. Vor allem aber hielten wir Gemeinschaft miteinander, zusammen sangen, beteten und lasen wir aus der Bibel vor. Jeder Tisch bildete eine eigene Gemeinschaft, die in eine große Gemeinschaft von uns allen überging.

Der Rat der zehn christlichen Kirchen in Luxemburg, der für diese Vesper verantwortlich zeichnete, wünschte sich bei dieser Feier: Kein Diskutieren oder Lamentieren über das, was uns voneinander trennt, sondern das zu preisen, was wir an Gemeinsamem haben und was uns verbindet.

Ein Chor aus der orthodoxen Gemeinde und ein Quartett der Anglikanischen Kirche in Luxemburg umrahmten diese Feier.

„Wenn einer alleine träumt ist es nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen so ist das der Beginn einer neuen Wirklichkeit." (Dom Helder Camara)

Auch wenn an diesem Pfingstsonntag, wie beim Pfingstfest vor rund 2000 Jahren, viele Sprachen gesprochen und zu hören waren, so haben wir uns doch mit dem Herzen verstanden. Diese besondere gottesdienstliche Feier hat eine Gruppe von Christen aus Luxemburg auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag 2010 in München erlebt. Die Begeisterung und die Erfahrungen von diesem Kirchentag bringen sie mit nach Luxemburg in dieser Vesper ein. Wir denken, dass die gute Erfahrung zeigt, dass sich eine Wiederholung lohnt - hier und anderswo.

hauesermeer