Sprachkurse

In Luxemburg gibt es drei offizielle Sprachen; Letzebuergiesch, Deutsch und Französisch. Wer eine davon spricht, kommt durch, mit zwei kommt man weiter, und wer alle drei kann, findet immer einen Zugang zu den Menschen, die hier leben.  Da einem in Luxemburg sehr viele Luxemburger, die sehr höflich und offen sind, in der Sprachwahl  rasch entgegenkommen, ist es nicht so einfach, im Alltag die Sprache zu hören bzw. zu lernen.

Um Luxemburgisch zu lernen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Über sieben Brücken muss man deswegen nicht gehen, aber da die Sprache nicht überall und von jedem gesprochen wird, muss man sich selber auf den Weg machen. Bücher und Lernmittel kaufen und Do-it-yourself ist die erste Möglichkeit. Der witzigste Zugang, fast grammatikfrei, ist ein im Buchhandel erhältlicher DVD-Kurs, in dem Astrid Lulling, die Luxemburger Europaabgeordnete, nützliche Alltagstexte spricht. Da erfährt man nicht nur, dass sie "Moulen" mag, sondern man hat einen recht unverkrampften und "flotten" Zugang zur Landessprache - tip-top!

Aber in einer Gruppe lernt es sich zusammen mit einem guten Lehrer meist besser und interessanter. In Luxemburg bieten u.a. das Nationale Sprachzentrum und im Lifelong-Learning-Programm Bienvenue au Luxembourg Lifelong Learning Center die Chambres des salariés Sprachkurse an.

Das staatliche Sprachinstitut Institut national des langues INL ist der größte Anbieter mit einer sehr breiten Auswahl an Kursen. Das INL bietet relativ günstige Tarife, interessante Zeitfenster und unterschiedliche Orte an, allerdings ist die Anmeldeprozedur über Internet nicht so ganz einfach, und wenn man sich lieber persönlich anmelden möchte (weil es angeblich auch schriftlich nicht gehen soll), dann muss man sich einen Tag Urlaub nehmen und mit 800 anderen Bewerbern um die Plätze im Sprachkurs rangeln. Anrufen ist übrigens zwecklos! Wer es beruflich nicht unbedingt muss, der lässt fairerweise (und nervenschonender) den Vortritt denjenigen, deren erfolgreiche Jobsuche beim Staat oder der Gemeinde vom Teilnahmeschein abhängt.

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Das Studium an der UNIVERSITÄT Luxemburg ist vielleicht nicht für jeden und jede eine echte Alternative, ein Blick ins Angebot Formation continue 'Lëtzebuerger Sprooch a Kultur' lohnt sich dennoch immer. Dort muss man zwar zeitlich flexibel sein, aber die kenntnisreichen Dozenten lohnen den Umweg allemal.  Die Sprachkurse bei der Chambre des Salaries La Chambre des salariés Luxembourg sind teurer und liegen häufig in den normalen Arbeitszeiten. Dafür kommt der Lernende durch gute Lehrer und ständige aktive Beteiligung sogar häufig ohne Grammatik aus. Praxisbezug und kleine Gruppen mit einer multimedialen Unterrichtsgestaltung und seriöser Prüfung und Zertifikaten machen diese Kurse zur Zeit (2011) zur guten Adresse im Großherzogtum.

Seit zwei Jahren bietet QuattroPole Blended-Learning-Kurse http://www.quattropole.org/de/e-learning/luxemburgisch_fuer_deutschsprachige für Deutschsprachige an. Neben Terminen an der Volkshochschule Trier bearbeiten die Teilnehmer Lektionen im Internet und nutzen alle Vorteile des e-Learnings. Auch das scheint eine ziemlich interessante Möglichkeit besonders für Grenzgänger zu sein.