Prädikanten- und Lektorenausbildung

Der Weg zum Lektorendienst

Die Ausbildung zur Lektorin, zum Lektor erfolgt in der Evangelischen Kirche von Luxemburg, die darauf aufbauende Ausbildung zum Prädikaten/zur Prädikantin erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Dienst für Laienprediger in der Evang. Kiche im Elsass und der Universität Straßburg.

Zunächst in Abendveranstaltungen (19.30 - 21.30 Uhr) werden Sie Schritt für Schritt in die Aufgabe eingeführt und dafür ausgebildet. Kleine Lerngruppen bieten intensive Lerngelegenheiten, aber auch die Möglichkeit, persönliche Fragen zu erörtern, bereits gemachte Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig für den Dienst zu stärken. Zum Abschluss der Ausbildung werden Sie in den Dienst einer Lektorin, eines Lektors feier­lich im Gottesdienst eingeführt, danach aber nicht allein gelassen: Regelmäßige Begleitung  und Weiterbildungsangebote wollen helfen, die Sicherheit im Lektorendienst zu festigen und im persönlichen Glauben zu wachsen.

Sie können durch diese Ausbildung und durch diesen Dienst nur gewinnen und Ihre Gemeinde auch!

Der Weg zur Lektorin, zum Lektor fängt damit an, dass Sie in Absprache mit dem Pfarrer einzelne Elemente des Gottesdienstes übernehmen. Das kann die Begrüßung der Gemeinde sein, die Schriftlesung, die Abkündigung, eine Beteiligung an der Fürbitte. Zur Übernahme solcher Aufgaben ist Mut nötig - aber auch sicheres Auftreten und deutliches Sprechen. Das lässt sich lernen und üben.

Der nächste Schritt zum Prädikanten, zur Prädikantin- und das ist schon ein größerer - besteht in der Leitung eines Gottesdienstes mit einer Lesepredigt. Dazu ist es erforderlich, den Ablauf des Gottesdienstes, die Liturgie gut zu kennen - und möglichst auch zu verstehen, sich in Gesangsbuch und Gottesdienstbüchern zurechtzufinden, evtl. sogar Fürbitten formulieren und eine vorgegebene Lesepredigt dem eigenen Sprachstil angleichen zu können. Das alles lernen Sie im ersten Teil der Ausbildung zur Lektorin, zum Lektor.

Am Ende des zweiten Teils der Ausbildung bereiten Sie Gottesdienste selbstständig vor und halten diese. Dazu beschäftigen wir uns vor allem mit der Bibel: insbesondere mit der Verschiedenheit der einzelnen Bücher und deren geschichtlichen Hintergründen, unterschiedlichen Zugängen zu biblischen Texten, Methoden der Auslegung usw. Glaubensfragen (Dogmatik) und Kirchengeschichte, Predigtkunde (Homiletik) sind ebenso weitere Lerninhalte wie Rhetorik und Kirchenmusik.

Und natürlich gehören Fragen wie Aufbau und Struktur der Kirche, Kirchenrecht, Gemeindeverständnis, Stellung und Befugnisse von Lektorinnen und Lektoren in den Gemeinden zur Ausbildung. Das wichtigste Lernziel aber ist die Freude an der Mitarbeit im Gottesdienst und das Wachsen im persönlichen Glauben. Der Gottesdienst war, ist und bleibt die zentrale Veranstaltung der Gemeinde. Hier versammelt sie sich und nimmt Gestalt an, hier lobt und dankt sie Gott für seine Wohltaten, hier hört sie sein Wort und seinen Willen, hier bittet sie ihn um sein Geleit. Die Gemeinde gestaltet den Gottesdienst aktiv mit durch Gebet und Gesang, durch Liturgie und Lesung, durch Verkündigung des Wortes Gottes. Indem die Gemeindeglieder den Gottesdienst halten, gewinnt die Gemeinde als Leib Christi Gestalt. Darum sind Frauen und Männer gefragt, die an der Gestaltung von Gottesdiensten mitwirken, indem sie z. B. die Gemeinde begrüßen, die Abkündigungen verlesen, die Schriftlesungen vortragen, die Fürbitten sprechen. Und nach einer besonderen Ausbildung auch Lesepredigten zu Gehör bringen bzw. Predigten bearbeiten und halten. Wenn Sie an näheren Informationen interessiert sind, dann wenden Sie sich bitte an Pfr. Volker Strauß.