Luxemburg: Feiertage und Veranstaltungen

 

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Es gibt eine Reihe von christlichen Feiertagen, die kein festes Datum besitzen, sondern sich nach der Lage des Osterfestes richten. Das Osterfest liegt dabei auf dem ersten Sonntag, der auf den ersten Vollmond nach Frühlingsanfang folgt. Aschermittwoch, der Beginn der Fastenzeit, die am Karsamstag endet, liegt 46 Tage vor Karsamstag.

Das Datum für Pfingsten ist dann 50 Tage nach Ostern. Das Fronleichnamfest wird am zweiten Donnerstag nach Pfingsten gefeiert. Allerheiligen wird bei den orthodoxen Christen am ersten Sonntag nach Pfingsten begangen, bei den katholischen Christen liegt der Termin jedoch fest auf dem 1. November.

Am 31. Oktober wird bei den Protestanten der Reformationstag begangen.

Fest- und Feiertage

 

Datum

Feiertag

1.Januar

Neujahr

Februar/März

Rosenmontag

März/April

Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit und Maifeiertag

Mai

Christi Himmelfahrt

Mai/Juni

Pfingstmontag

23. Juni

Nationalfeiertag

15. August

Mariä Himmelfahrt

01. November

Allerheiligen

25./26. Dezember

Weihnachtsfeiertag

In Luxemburg sind Traditionen noch in vielen weltlichen und religiösen Festen lebendig. Das Ende August bis Anfang September stattfindende Schueberfouer ist das bedeutendste Schaustellerfest auf dem Glacisfeld, dessen Ursprünge in das 14. Jahrhundert zurückreichen. Beim Éimaischen, dem traditionellen Emmaus-Fest am Ostermontag, ziehen viele Luxemburger auf den Platz beim Fischmarkt, um dort eine der nur an diesem Tag erhältlichen Keramikpfeifen in Vogelform, den Péckvillchen, zu bekommen.
Das wichtigste religiöse Fest in Luxemburg ist die Oktave, die vom fünften bis siebenten Sonntag nach Ostern gefeiert wird und bei dem zu Ehren Marias -  die in Luxemburg auch Unsere Liebe Frau genannt wird, der Schutzheiligen von Luxemburg -  eine Pilgerfahrt stattfindet. Begleitet wird dieses Fest von einem Jahrmarkt auf dem Wilhelmsplatz.

Regelmäßige kulturelle Veranstaltungen

Juni-September: "Summer in the City"
Jährliches, unglaublich vielfältiges Musikfestival das an verschiedensten Standorten der Stadt stattfindet.

Ende Juli: Blues'n Jazzrallye

Über 50 Bands auf 14 Freiluftbühnen in den Stadtteilen Grund und Clausen - Open air vom Feinsten.

August-September: Schuoberfouer (Schobermesse)
Das zweiwöchige Volksfest geht auf einen Viehmarkt aus dem 14. Jhd. zurück und findet auf dem "Champ du Glacis" statt.

Landessitten

Man begrüßt sich mit einem leichten Händedruck, der geläufigsten Form der Begrüßung. Wangenküsse sind unter Freunden und im francophonen Kontext angebracht. Die am häufigsten gebrauchten Begrüßungsformeln auf Luxemburgisch sind "Moien" ("Guten Morgen"/"Guten Tag"), "Gudden Owend" ("Guten Abend") und "Wéi geet et?" ("Wie geht es?") und das französische "Bonjour".

Zum Abschied kann man "Äddi" (ein formloses "Auf Wiedersehen") sagen oder die förmlichere Variante "Au revoir" benutzen. Junge Leute benutzen gerne kurze Formeln wie das französische "Salut" oder das italienische "Ciao". Freunde und Bekannte verwenden untereinander Redewendungen wie "Bis eng aner Kéier" oder "Bis herno" (beide bedeuten "Auf bald" oder "Bis später").

Bekannte Persönlichkeiten

Bildende Künstler

          Robert Brandy (geb. 1946 in Luxemburg)

Luxemburger Maler, dessen Werke in allen wichtigen Museen der Welt vertreten sind. Nach der Ausbildung an der Ecole des Beaux-Arts in Aix-en-Provence ab 1972 kehrte er 1976 nach Luxemburg zurück. Er verband Motive der Historischen Motorsportwelt mit der zeitgenössischen Kunst.

          Edward J. Steichen (1879 - 1973)

Berühmter Fotograf aus Luxemburg, der mit seiner Familie 1881 nach USA auswanderte und als Kriegsfotograph im Ersten Weltkrieg bekannt wurde. Später arbeitete er für "Vanity Fair" und "Vogue". Während des Zweiten Weltkriegs leitete er die Fotoabteilung der US Marine und danach das Fotoresort am MOMA in New York.

Musiker

          dEFDUMp (seit 1995)

Hardcore-Band aus Luxemburg, die über die Grenzen hinaus Anerkennung findet: Hempcore (1997), Circle´s closing (1999), David vs. corporate society (2001), a sparkle has become a flame (2002), Split-Ep with Kafka (2003), Makeshift Polaris (2004)

          Camillo Felgen (1920 - 2005)

Bekannt wurde er als erster deutschsprachiger Programmleiter mit Sendungen wie "Hitparade", "Die großen Acht". Sein Nachfolger wurde Frank Elstner.

Als Sänger hatte er in den 50er - 70er Jahren große Erfolge, u.a. mit dem Lied "Bonjour les Amis".

Staatsmänner

          Jacques Santer (geb. 1937)

Er war von 1984 bis 1995 Premierminister von Luxemburg und von 1984 bis 1989 Präsident der Weltbank. 1995 wurde er zum Präsident der Europäischen Kommisssion. Korruptionsvorwürfe führten dann zum Rücktritt der Kommission am 15.03.1995.

          Henri von Luxemburg (geb. 1955)

Er ist seit 2000 der Großherzog von Luxemburg und sechster Herrscher des Hauses Nassau-Weilburg.

          Joseph Bech (1887 - 1975)

Staatsmann, der als einer der Gründer der EU gilt. Er verhandelte für das Land die Benelux-Verträge und prägte seit den 50er Jahren die Gestaltung der Europäischen Union.

          Jean Claude Juncker (geb. 1954)

Er ist seit 1995 Premierminister Luxemburgs und gehört der Christlich Sozialen Volkspartei an. Er zeichnet sich als engagierter Europäer mit einem großen Verhandlungsgeschick aus, der den Vorsitz der Eurogruppe seit langem innehat. 

Schriftsteller und Dichter

          Guy Helminger (geb. 1962)

Autor aus Luxemburg der für seine Erzählung "Pelargonien" 2004 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis von 3sat ausgezeichnet wurde. Schon sein Prosaband "Rost" lies die Fachwelt aufhorchen.

          Fernand Hoffmann (1929 - 2000)

Pädagoge und Schriftsteller, der sich der Forschung der Mundart im deutschen Sprachraum verschrieb. Ab 1977 war er Professor an der Universität Luxemburg.

Schauspieler, Regisseure

          Thierry van Werveke (1958 - 2009)

Bekannter Schauspieler aus Luxemburg, der u.a. durch sein Mitwirken in Till Schweigers "Knocking on Heavens Door" bekannt wurde.

Für seine herausragenden Leistungen erhielt er 2003 den "Luxemburger Filmpreis" als bester Darsteller für seine Rolle in "Le club des chômeurs".

Bekannt ist er im deutschsprachigen Fernsehen auch durch sein Mitwirken in den verschiedensten Produktionen, wie "Tatort", "Helicops", "Balko" u.a.

          André Jung (geb. 1953)

Der Schauspieler stammt aus Luxemburg, stand aber die längste Zeit in Basel und Zürich auf der Bühne, nachdem er sich über Stuttgart, Esslingen, Ulm und Heidelberg einen Namen gemacht hatte. 2003 wurde Jung zum zweiten Mal nach 1981 zum Schauspieler des Jahres gewählt.

          René Deltgen (1909 - 1979)

Bekannter UFA-Schauspieler aus Luxemburg, der seine größte Zeit zwischen 1935 und 1944 hatte. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte er noch großen Erfolg u.a. mit "Der Tiger von Eschnapur" und "Das indische Grabmal". In den 60er Jahren trat er in verschiedenen Fernsehproduktionen wie "der Hexer" in Erscheinung.

Dass er während der Nazi-Zeit offensiv Werbung für die Hitlerjugend in Luxemburg machte, verziehen ihm seine Landsleute nie.

 

Sportler

          Joseph Barthel (1927 - 1992)

Als Leichtathlet konnte er bei den XV. Olympischen Sommerspielen 1952 in Helsinki über 1.500 m die erste Goldmedaille für Luxemburg erringen. Nach seiner sportlichen Karriere war er von 1973 - 1977 Präsident des Olympischen Komitees von Luxemburg.

          Nicolas Frantz (1899 - 1985)

Berühmter Radrennfahrer Luxemburgs, der 1928 die Tour de France auf exotische Art und Weise gewann. Im Schlussspurt brach ihm der Rahmen, so dass er mit den Rad einer Zuschauerin das Rennen als erster beendete.

          Charly Gaul (geb. 1935)

Erfolgreichster Radrennfahrer Luxemburgs, der 1958 die Tour de France gewann. Er hatte den Spitznamen "Engel der Berge".