Uppsala Knabenchor am 15. Juni 2017 um 20 Uhr


uppsala Knabenchor

Uppsala Knabenchor in der Dreifaltigkeitskirche am  15. Juni 2017 um 20 Uhr

Uppsala Cathedral Boys’ Choir is the oldest of its kind in Sweden. It was founded in 1920 on the initiative of Nobel Peace Prize winner and Archbishop Nathan Söderblom. During his travels in Europe, Archbishop Söderblom was inspired by boys’ choirs in Germany and therefore felt that Sweden too should have a boys’ choir.

The formation of the choir was made possible thanks to several donations, the largest coming from Sally von Bahr. She was present at the first performance of the boys’ choir in the Cathedral at a morning service on 21st November, 1920.

 In the 1970s the boys’ choir came under the royal patronage of His Majesty Gustav VI Adolf. At that time the tradition of the popular Christmas/St. Lucia & and the star boys concert “Goder afton, mitt herrskap” began. Several pieces have been dedicated to the choir, the most famous being “Jesu Corona Celsior”, composed by Otto Olsson in 1927.

 Uppsala Cathedral Boys’ Choir has about 75 members, of whom about 50 are members of the concert choir. The choir sings regularly at services in the cathedral and gives concerts. Several tours in Europe have been undertaken, and in 2010 the boys toured in the United States. In June 2008, the trebles and altos participated in sold out performances of an Uppsala University production of Puccini's “Tosca”.

Archbishop Anders Wejryd is patron of the choir

Margareta Raab, director of music, is a choir master at Uppsala Cathedral and artistic director of Uppsala Cathedral Boys’ Choir and Uppsala Cathedral Girls’ Choir.

Margareta was educated at Geijerskolan and at the Royal College of Music in Stockholm. Among several other honorable undertakings, Margareta was invited in 2000 to conduct the annual Lucia celebration in St Paul’s Cathedral, London.

During her career she has contributed in numerous tv broadcasts and radio recordings and managed choir tours in Sweden and abroad. She is often engaged as a guest conductor and lecturer in children´s methodology    



Kultur

Protestantismus und Kultur sind nicht zu verwechseln mit "Kulturprotestantismus". Für die Kultur der Evangelischen sind zunächst das Wort und das Hören auf das Wort entscheidend. Die Sprache Luthers schuf den Rahmen, in dem sich bis heute Literaten im deutschen Sprachraum bewegen, keine Bibelübersetzung ist so stilbildend geworden wie Luthers wortgewaltige Übertragung des Alten und Neuen Testamentes. Der Ansatz der Reformatoren, die Bibel in die Volkssprache zu übersetzen und zu predigen, und nicht zuletzt der altehrwürdige Katechismusunterricht und ein ausgeprägtes Interesse an einem funktionierendem Schulwesen hat den Gebieten, in denen die Reformation Fuß fassen konnte, einen enormen Kulturschub gebracht. Für die Theologenausbildung wurden die alten Sprachen Hebräisch und Griechisch neben Latein zu den verpflichtenden Fächern, um ein verständiges und eigenverantwortliches Auslegen der Heiligen Schrift zu gewährleisten.  Aber nicht nur die intellektuellen Aspekte spielen im Kulturbegriff des Protestantismus eine Rolle, denn genauso gehört die Gewissens"Bildung", wozu eben nicht nur Kopf und  Verstand, sondern auch Herzens- und Seelenbildung, in mordernen Worten also auch Werte- und Persönlichketisbildung dazuzählen.

Die musikalischen Prachtwerke eines Johann Sebastian Bachs, die barocke Architektur der Dresdener Frauenkirche, Erbauungsliteratur und die Gattung der Biographie stehen in direktem Zusammenhang mit einem erweiterten evangelischen Kulturbegriff, der nicht einfach mit Kargheit und Bilderstürmerei gleichgesetzt werden kann.

Literatur, Architektur, Musik, Bildende Kunst und Film, wohl keine Sparte der Kunst blieb von Menschen und Fragen, die mit der Reformation verbunden sind, unberührt. Oft werden bestimmte Wertehaltungen und auch der Umgang mit Arbeit mit dem Begriff der protestantsichen Kultur verbunden. Es dürfte darauf ankommen, hier genau zu unterscheiden zwischen Einfluss der Reformation auf die allgemeine Kultur eines Landes oder einer Region, dem eigentlichen Kulturschaffen und dem Kunstbetrieb, und dem was wir allgemein unter Ethik verstehen. In jedem Fall wird es  heute wohl weniger darauf ankommen, eine evangelische Kultur zu behaupten, als vielmehr den Einfluss der Reformation bis heute immer wieder neu zu begreifen und unterschiedliche Entwicklungen besser zu verstehen.

                                                 chanforan